RITA bringt's | Rita's Soulkitchen

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  • Falter
    09.07.2014

    Lust auf gesundes, kreativ zubereitetes vegetarisches Bio-Mittagessen? Rita bringt’s! Der gleichnamige Lieferservice von Rita Huber und ihrem Schwager Gerald Költringer hat sich Nachhaltigkeit, Frische und ausschließlich biologische Zutaten zur Prämisse der Tätigkeit gemacht und versorgt seit Anfang April die Bezirke eins bis neun mit gesunder, nahrhafter Kost – per Fahrrad. Dem Falter hat Rita ihr Lieblingsgericht aus der Speisekarte der aktuellen Woche verraten: Frittata aus violetten Erdäpfeln. Rita Huber ist eigentlich Kulturmanagerin, hat Filmwissenschaften studiert und sich auf Kommunikation und Organisation im Kulturbereich spezialisiert. Unter anderen war sie drei Jahre lang Produktionsleiterin bei Kino unter Sternen. Seit zwölf Jahren ist sie zudem leidenschaftliche Vegetarierin und kocht außerdem für ihr Leben gern. Ihr Schwager hat gute Geschäftsideen. Unter anderem die zu „Rita bringt’s“, dem ersten vegetarischen Lieferservice Wiens. Es war auch seine Idee, dass Rita selbst kochen wird. Gute Idee. Dass die Filmliebhaberin Rita auch noch mitten in einer Ausbildung zur Ernährungsberaterin steckt, kommt dem Vorhaben ebenfalls zu Gute.

    Ihre Abschlussarbeit wird übrigens die Frage nach der Auswirkung vegetarischer Ernährung auf die Psyche behandeln. Sie selbst war seit zehn Jahren nicht mehr krank und ist „der zufriedenste Mensch, den man sich vorstellen kann“, plaudert Rita Huber aus ihrer eigenen Vegetarier-Praxis, denn diese Umstände führt sie durchwegs auf ihre Ernährung zurück. „Wenn Körper und Geist in Harmonie sind, geht’s einem eben gut.“ Gut. Voraussetzung dafür sind aber eben auch beste Lebensmittel und die entsprechende Zubereitung. Rita Huber bereitet täglich ein neues Hauptgericht zu, Suppe und Dessert wechseln wöchentlich, ebenso wie die gefüllten Weckerln. Das Gemüse dafür bezieht sie zum Großteil vom Biohof Adamah, die violetten Kartoffeln kommen vom Gut Bergmühle (ja, von dort, wo man so herrlich dem Müßiggang im Grünen frönen kann), Brot und Gebäck sind von Joseph. Je nach Saison gibt es auch noch selbstgemachte Marmeladen und Aufstriche, die man dazubestellen kann, das Angebot soll zudem sukzessive erweitert werden.

    Gekocht wird aus einem Repertoire, das Rita Huber in ihrem Kopf hat und ständig variiert. Das können von ihren Reisen nach Indien, Thailand oder Nepal beeinflusste Gerichte sein, oder klassische Austro-Speisen, die sie kreativ abwandelt, wie die Krautfleckerln, die mit Rotkraut, Kreuzkümmel, Ingwer und Erdnüssen zubereitet werden. Sehr gerne probiert Rita Huber auch Neues aus, Wassermelonencurry zum Beispiel. „Da waren die Leute anfangs schon skeptisch“, hat sie gemerkt, aber mittlerweile haben die Stammkunden Vertrauen aufgebaut und trauen sich auch etwas ausgefallenere Gerichte zu bestellen. Auch Veganer kommen bei Rita auf ihre Rechnung, vier von fünf Hauptspeisen sind vegan, beziehungsweise werden auch in einer veganen Variante angeboten. Auch auf Nahrungsmittelallergiker wird Rücksicht genommen, nur Vollwert- und auch andere Getreidesorten verwendet, gehaltvoll und ausgewogen gekocht. Gehaltvoll ist auch unsere Fritatta, die zwar nicht vegan ist, weil „der Mozzarella so gut draufpasst“, aber mit Linsen und Leinsamen statt Unmengen von Käse und Eiern eine gesunde Energie-, statt wie in Italien oder Spanien üblich, eine vor allem fette Kalorienbombe.

    Eingefallen ist Rita Huber das Gericht im Zuge ihrer all-wochenendlichen Resteverwertungs- und kreativen Neue-Gerichte- Suchphase. Zudem hatte sie gerade eben die wunderbaren Erdäpfelraritäten vom Gut Bergmühle (www.bergmuehle.at) bekommen. Abwandeln kann man das Gericht im Übrigen mit unterschiedlichsten anderen Gemüsesorten sowie Kräutern und Gewürzen nach Belieben. Apropos Resteverwertung: Reste fallen bei „Rita bringt’s“ eigentlich so gut wie keine an, da die Bestellungen bereits am Vortag bis 16 Uhr abgegeben werden müssen und exakt die georderte Portionsmenge zubereitet wird. Jeden Tag frisch. Für den Fahrradversand werden die Speisen dann in extra angefertigte Kühlboxen gepackt.
    Aufgrund der großen Nachfrage würde neuerdings sogar auch an Adressen in die unmittelbar angrenzenden Bezirke geliefert und das ambitionierte Ziel von „Rita bringt’s“ lautet: Bis Ende des Jahres ganz Wien beliefern zu können. Das bringt’s!
    - Nina Kaltenbrunner

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